Experiment mit einem deutschen "Wired"

Condé Nast - Verlag will Kreativität und Innovationsstärke zeigen.

Condé Nast will im Herbst die Webkultur-Zeitschrift "Wired" nach Deutschland bringen. Aber in einem ersten Versuch nur als Beilage des Männermagazins "GQ" sowie als iPad-App. "Die Zeit ist reif, diese Marke nach Deutschland zu bringen", sagt Condé Nasts Deutschlandchef Moritz von Laffert im Interview mit "Horizont". Ob und wie oft das Magazin darüber hinaus erscheint, ist noch offen. In den USA, Großbritannien und Italien druckt der Verlag "Wired" als eigenständigen Monatstitel.

Die Marke "Wired" habe auch in Deutschland zahlreiche Anhänger und spiegle den Zeitgeist wider, so von Laffert. "Viel wichtiger als die Frage, wie Technologien funktionieren, ist heute die Reflexion darüber, wie sie unsere Welt verändern und wie wir sie in unser Leben integrieren", so der Boss von Condé Nast Deutschland weiter. Das Projekt solle "Kreativität und Innovationsstärke von Condé Nast in der digitalen Welt zur Geltung zu bringen." Auch für einen Neustart von "Vanity Fair" als Monatsheft sieht von Laffert "definitiv einen Markt", über konkrete Pläne verrät er allerdings nichts. (Quelle: Horizont, turi2)