Am 1. Juli startete das Testprojekt des Verbandes Schweizer Presse VSP und der Valora Press & Books Switzerland mit sechs dreirädrigen "Swiss Press Bikes" als mobile Verkaufsstellen in der Stadt Zürich. Bei schönem Wetter waren die Bikes während sieben Tagen acht Stunden lang rund um das Zürcher Seebecken zwischen Landiwiese und LakeSide Casino Zürichhorn sowie an der Zürcher Bahnhofstrasse unterwegs.
Am vergangenen Wochenende nun wurde das Experiment frühzeitig beendet -- mangels genügend hoher Abverkaufszahlen, wie der VSP und die Valora gemeinsam bekannt geben. Eigentlich hätte die Aktion bis Ende September weiter laufen sollen. Trotz der auffallenden Präsentation seien die Verkaufszahlen, abgesehen von einigen Ausnahmen (Zeitpunkt und Bikes) unter den Erwartungen geblieben. Der grosse personelle und logistische Aufwand stehe nicht in Relation zu den Verkaufszahlen und lasse sich deshalb nicht weiter rechtfertigen, heisst es in einem Communiqué. Die weiteren Gründe für den ungenügenden Verkaufserfolg will das Projektteam in den nächsten Wochen analysieren.
Trotz dem enttäuschenden Verkauf ziehen die Verantwortlichen eine vorsichtig positive Bilanz über die in dieser Form in der Schweiz erstmals durchgeführten Aktion. Dies weil auch einige Zielsetzungen erreicht worden seien, wie sie betonen: So hätten alle Beteiligten der Aktion -- die Verantwortlichen der Valora Press & Books Switzerland und der VSP, die sozialen Einrichtungen und Betriebe der Stadt Zürich, die Stadtpolizei Zürich, Abteilung Bewilligungen -- die Aktion zu hundert Prozent unterstützt. Weiter sei die Aktion der dreirädrigen "Swiss Press Bikes" optisch sehr präsent gewesen und von Passanten und den Medien als sympathisch wahrgenommen worden. Und schliesslich hätten die Verleger von 40 Publikationen die Aktion unterstützten, indem sie gegen einen Unkostenbeitrag von Fr. 1500.-- je Titel auf den Bikes vertreten waren.