FDP und CVP werfen dem Sender Populismus vor

SF - "Arena"-Macher erneut in der Kritik.

Die Querelen um die SF-Sendung "Arena" nehmen kein Ende. Gegenüber dem "Sonntag" wirft FDP-Chef Fulvio Pelli den Machern der Sendung billige Quotenbolzerei vor: "Das Schweizer Fernsehen ist nicht links, sondern populistisch". Da werde nur noch auf die Einschaltquote geschaut und nicht mehr auf den Inhalt. Grund für seinen Zorn: Die "Arena"-Produzenten planten, die Diskussion über den GPK-Bericht mit SVP-Vizepräsident Christoph Blocher sowie SP-Chef Christian Levrat zu bestreiten. Dagegen protestierten FDP und CVP. Nachdem darauf SF-Chefredaktor Hansruedi Schoch entschied, dass auch zwei Vertreter der Mitteparteien in den Diskussionsring steigen sollten, zog Blocher seine Zusage für eine Teilnahme zurück.

Also disponierten die TV-Macher um - gemäss dem "Sonntags"-Bericht sehr zum Ärger von Moderator Reto Brennwald: Eingeladen wurden stattdessen Experten und Journalisten. Trotzdem sagt auch CVP-Chef Christoph Darbellay: "Der Populismusvorwurf trifft zu, die Quote geht den Arena-Machern über alles". Bereits vor einigen Wochen hatte ein prominenter Politiker dem Schweizer Fernsehen vorgeworfen, Quoten vor Inhalt zu stellen: Medienminister Moritz Leuenberger kritisierte, das im Schweizer Fernsehen zeitweise fast in jeder Sendung Burkaträgerin Nora Illi aufgetreten ist.