Fernostkorrespondent Urs Schoettli geht

NZZ - War Schoettli für die NZZ zu teuer?

Er ist der unangefochtene Dominator der China-Podien in der Schweiz: Urs Schoettli, langjähriger "NZZ"-Fernostkorrespondent. Stets war er zur Stelle, wenn Schweizer Unternehmen trendsicher über China debattierten. Mal trat er vor UBS-Bankern auf, mal beim Motorenbauer Maxon, vor der Chinesisch-Schweizerischen Handelskammer oder am WEF in Davos. Schoettlis Asienexpertise war gefragt. Nun gibt er seinen Korrespondentenposten ab, wie "NZZ"-Chefredaktor Markus Spillmann gegenüber der "Bilanz" bestätigt. Nicht bestätigen mag er den Hintergrund: Vorausgegangen sei ein Disput über Schoettlis nicht eben bescheidene Spesenrechnungen, zumal er permanent zwischen China, Japan, Indien und der Schweiz hin und her jettete. Nun wird sich der polyglotte Experte weitgehend aus dem Journalismus zurückziehen. Stattdessen werde er sich noch stärker mit "Vorträgen, Beratungen und Briefings zu Asien" befassen, meint er.