«Ich bin wahnsinnig froh, dass der persönlich-Verlag nicht mehr in Rapperswil-Jona ist, sondern in Zürich. Denn Zürich ist die mediale Hauptstadt», sagte Filippo Leutenegger bei seinem Besuch (vgl. Video unten). Der Stadtrat und Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartments stattete am Mittwoch über Mittag «persönlich» einen Besuch ab.
Leutenegger wünscht sich mehr Klatsch bei persönlich
In den im April bezogenen Büroräumen an der Birmensdorferstrasse hielt er, nach einer kurzen Begrüssungsrede von persönlich-Verleger und Chefredaktor Matthias Ackeret, eine Ansprache. Der frühere SRF-"Arena»-Moderator und Medienunternehmer zeigte sich erfreut, dass durch den Zuzug der Verlags nach Wiedikon für Zürich weitere Arbeitsplätze dazukommen.
Dabei outete sich der Stadtrat als «persönlich»-Fan. Er habe das Magazin abonniert und lese täglich den persoenlich.com-Newsletter, so Leutenegger. Neben vielen lobenden Worten über die Strategie mit Online und Print («gute Kombination – schöne, gepflegte Zeitschrift und temporeicher Newsletter») bemängelte Leutenegger die Themenwahl: «Ich wünsche mir noch etwas mehr Klatsch und Tratsch sowie vermehrt Berichte über die audiovisuellen Medien».
Matthias Ackeret über seine Strategie
In seiner Rede vor rund 20 Gästen – neben den Mitarbeitern waren auch einige Journalisten sowie Branchenvertreter aus der Nachbarschaft vor Ort (vgl. Fotogalerie unten) – fragte Leutenegger dann an die Adresse von Matthias Ackeret ganz konkret: «Bei all diesem Output und bei dieser Breite: Wie lässt sich solch ein Medium überhaupt finanzieren?». Ackeret nahm den Ball auf und erklärte seine Geschäftsstrategie. Wichtig sei neben guten Mitarbeitern der Glaube an Print. Diese Gattung sei keineswegs tot, sondern werde länger leben als viele erwarteten. «Bei uns arbeiten Online und Print nicht gegen-, sondern miteinander», so Ackeret. Geld verdiene der Verlag über Sondernummern und den Verkauf von Print- und Online-Werbung, wobei Print derzeit noch mehr einbringe.
Dass ein Stadtrat den Verlag offiziell im Namen der Stadt begrüsst, ist für Ackeret eine grosse Freude und eine Ehre. Er selber habe Filippo Leutenegger vor einigen Wochen angefragt und weil dieser «persönlich» und einige Mitarbeiter aus seiner früheren Berufstätigkeit kenne, habe er die Einladung gerne angenommen, so Ackeret.