Finanzkrise noch nicht ausgestanden

Liberation - Bank Lazare sucht nach neuen Investoren.

Das Halbjahresergebnis der angeschlagenen Liberation bringt das linke Traditionsblatt weiter ins Trudeln. Der Werbeumsatz ist um 25 Prozent niedriger gewesen als erwartet, berichtet Le Figaro. Die Verluste betrugen sechs Mio. Euro. Das Budget sah 3,5 Mio. Euro vor. Das Blatt sucht daher weiter nach jedem nur erdenklichen Strohhalm um die Verluste aufzuhalten. Neben den bereits eingeleiteten Massnahmen ist die Bank Lazare auf der Suche nach neuen Investoren.

Ein Plan die Finanzkrise in den Griff zu bekommen, sieht ein Back-up vor. Dabei würden unter gerichtlicher Aufsicht einige Schulden eingefroren. Für wenig aussichtsreich hält diesen Plan Lionel Zinzou, führender Gesellschafter des Großaktionärs Rothschild. "Das Problem der Liberation ist in erster Linie der starke Verlust der Einnahmen und weniger das einer Überschuldung", so die Ansicht von Zinzou. Hingegen sei die Diskussion um die Lohnkürzungen -- die Löhne sollen in anderer Form kompensiert werden -- bereits im fortgeschrittenen Stadium.