"Wenns juckt oder brennt, dann bitte zum Arzt!" Diese Anweisung, illustriert mit sich kratzenden Menschen, ist dem Schweizer Fernsehen für die Hauptsendezeit zu heikel. Es sendet deshalb drei der vier neuen BAG-Spots erst am späten Abend. Die von Euro RSCG konzipierten Spots ("persoenlich.com" berichtete) zeigen Yoga-Schülerinnen und Biologielehrerinnen, die sich zwischen den Beinen kratzen. Sie sind dem Schweizer Fernsehen offenbar zu heikel: Unmittelbar vor und nach der "Tagesschau" werden drei von vier BAG-Spots deshalb nicht ausgestrahlt.
Eine SRF-Sprecherin bestätigte einen entsprechenden Artikel von "20Minuten" vom Donnerstag, gemäss dem die Spots erst ab 22 Uhr und in einem Fall sogar erst ab 23 Uhr gesendet werden - obwohl das BAG eigentlich Hauptsendezeit buchen wollte. Die Spots seien von den Programmverantwortlichen visioniert worden. Dabei sei man zum Schluss gekommen, dass die Spots von einem Teil des Publikums als geschmacklos eingestuft werden könnten, hiess es auf Anfrage.
Die Spots werden seit Mittwoch ausgestrahlt. Beschwerden von angewiderten Zuschauern gab es bis jetzt keine. Das BAG will mit den Spots auf die zunehmende Verbreitung von Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und Chlamydien aufmerksam machen. (sda)