Der Verband BSW Leading Swiss Agencies, dessen Mitgliedsagenturen über 80 Prozent der kommerziellen Kommunikation in den Medien platzieren, ist nach eigenen Angaben mit der Geduld am Ende. BSW fordert die hängigen Fragen innerhalb von Mediapulse unverzüglich zu lösen. Eine weitere Verzögerung der TV-Quotenfreigabe ist nicht akzeptierbar, wie der Verband in einer Pressemeldung mitteilt. Am Dienstag hat das Nidwaldner Obergericht die superprovisorische Verfügung gutgeheissen, wie persoenlich.com berichtete.
Der BSW fordert die Freigabe der TV-Quoten, welche von Mediapulse erhoben worden sind, unter folgenden Bedingungen:
1) Alle zur Zeit noch offenen Fragestellungen, welche zu einer Neuberechnung der Daten führen könnten, sind sofort und vor der Dateneröffnung zu bereinigen.
2) Die veröffentlichten Zahlen müssen den effektiv erhobenen Messdaten entsprechen. Taktische Zahlenanpassungen und -manipulationen sind zu unterlassen.
3) Mediaagenturen und Vermarkter müssen gleichzeitig über die Zahlen verfügen. Es ist inakzeptabel, wenn einzelne Marktteilnehmer früher als andere auf die Datensätze Zugriff haben.
4) Das TV-Panel ist auch für Mediaagenturen und somit für sämtliche Marktteilnehmer offenzulegen.
Des Weiteren betont der Verband BSW Leading Swiss Agencies, dass die Mediaagenturen genügend Zeit für die Aufarbeitung der Daten (ca. 4 Wochen) benötigen, um den Auftraggebern eine korrekte und professionelle Planung zur Verfügung zu stellen.
Die Organisation hält zudem fest, dass Mediaagenturen keinen Einfluss darauf haben, dass sich die neuen TV-Quoten mit den bisherigen nicht vergleichen lassen. Die zu erwartenden grossen Abweichungen sind zurückzuführen auf die neue Methodik, mit welcher die Daten erhoben worden sind.
bsw leading swiss agencies ist überzeugt, dass sich eine solch unbefriedigende Situation in Zukunft vermeiden lässt, wenn sämtliche Marktpartner in der User Commission (UC) vertreten sind und jene stärker in Entscheidungen einbezogen wird. Aus diesem Grund fordert der Verband bsw die Neuorganisation der UC. (pd)