Forscher und Studierende starten Appell

Fälle Schutzbach / Sarasin - Viele Prominente wehren sich mit dem Aufruf gegen antiintellektuelle Tendenzen, unter anderem in den Medien.


Im Anschluss an die «gezielten Kampagnen SVP-naher Medien» gegen Philipp Sarasin, Svenja Goltermann, Franziska Schutzbach und weiteren (der Fall Schutzbach kann zusammengefasst nachgelesen werden etwa beim «Tagesanzeiger» oder der «Tageswoche»), haben Forscherinnen und Studenten zusammen mit Persönlichkeiten aus Politik und Kultur einen Aufruf «zur Verteidigung der Wissenschaften» gestartet, wie es in einer Mitteilung heisst. Bereits über 1000 Personen haben den Appell unterschrieben.

Dem personellen und ideellen Druck, der über gezielten Bildungsabbau und mediale Kampagnen auf die Universitäten ausgeübt werde, müsse in aller Deutlichkeit entgegengehalten werden.

Universitätsleitungen und Politiker sollen die Freiheit der Forschung und Lehre sowie die freie Meinungsäusserung von Forschenden verteidigen. Denn diese seien tragende Säulen der Demokratie und dürften nicht Spielball der Politik werden.

Mit dem Aufruf beginnt erstmals in der Schweiz eine Vernetzung unter Forschern und innerhalb der Gesellschaft an sich, um sich gegen antiintellektuelle, zensierende Tendenzen in Bildung, Lehre und Forschung zu wehren.

Unter den Erstunterzeichnenden finden sich zahlreiche prominente Persönlichkeiten, wie Giusep Nay (ehemaliger Bundesgerichtspräsident), Ueli Mäder (Soziologe), Regula Rytz (Präsidentin Grüne Schweiz), Sibylle Berg (Schriftstellerin und Dramaturgin), Tamara Funiciello (Präsidentin JUSO), Aleida und Jan Assmann (Gewinner Balzan-Preis 2017) sowie Jolanda Spiess-Hegglin. Alle weiteren sind auf der Webseite zu finden (pd/maw)