Vor 50 Jahren kam in Budapest der renommierte Schweizer Fotoreporter Jean-Pierre Pedrazzini ums Leben. Er fotografierte damals den Sturm des aufständischen Volkes auf den Hauptsitz der kommunistischen Partei. Deren Gebäude wurde von zahrleichen Agenten der berüchtigten Geheimpolizei verschanzt. Als plötzlich geschossen wird, bricht Pedrazzi, von 14 Kugeln getroffen, zusammen und stirbt wenige Tage später in einem Pariser Spital.
In Ungarn wird das Andenken an den Fotoreporter bis heute hochgehalten. In seinen beiden Heimatländern Frankreich und Schweiz ist er hingegen weitgehend in Vergessenheit geraten. Dies soll sich am kommenden Montag ändern, wie der Tages Anzeiger berichtet: Bundespräsident Leuenberger und der französische Premier De Villepin enthüllen im Rahmen einer Gedenkfeier an den Aufstand des ungarischen Volkes eine Büste Pedrazzinis.