29.03.2007

Ringier TV

Frank A. Meyer verhinderte Verpflichtung Schawinskis

Ex-Sat.1-Chef hätte "Standpunkte" moderieren sollen.

Die Sache war bereits nahezu beschlossen: Weil sich Frank A. Meyer künftig auf den Standort Berlin konzentriert, sollte Ex-Sat.1-Chef Roger Schawinski seine Nachfolge als Moderator der Sendung "Standpunkte" antreten.

Ringier TV-Chef Fibo Deutsch, der gemäss eigenen Angaben auch Hannes Britschgi und Ueli Heiniger als mögliche Kandidaten für den Moderationsjob anfragte, konnte den begnadeten Talkmaster für die TV-Tätigkeit gewinnen. Die bevorstehende Verpflichtung des prominenten Deutschland-Rückkehrers war auch ganz im Sinne des SonntagsBlicks: Chefredaktor Marc Walder durfte sich freuen, die SonntagsBlick-Ausgabe der "Standpunkte"-Sendung mit einem zugkräftigen Namen aufzuwerten.

Schawinskis Engagement kam schliesslich trotzdem nicht zu Stande: Frank A. Meyer -- laut Weltwoche mit Schawinski "in inniger Feindschaft verbunden" -- legte bei Verleger Michael Ringier Veto ein. Er habe zuerst intern die Verantwortlichen zusammengestaucht, dann zum Telefon gegriffen und seinen Verleger angerufen, so die Version des Köppel-Blatts. Kurz darauf sei der Vertrag mit Schawinski tot gewesen.

Gegenüber "persoenlich.com" betont Ringier TV-Chef Fibo Deutsch, es habe nie ein Vertrag zwischen Ringier und Schawinski bestanden. Er habe nach einem neuen Moderator gesucht, da der viel beschäftigte Meyer zuvor jeweils nicht mehr alle Termine hatte wahrnehmen können. Da Vis-a-Vis jedoch einen neuen Sendeplatz erhält, habe Meyer ihm mitgeteilt, dass er das Arbeitspensum -- immerhin zwölf Sendungen im Jahr -- bestreiten wolle. Damit sei die eigentlich unspektakuläre Angelegenheit, die von den Medien nun zu einer Soap emporstilisiert werde, entschieden gewesen.


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