Die Initiatorinnen des «Frau Müller»-Magazins benötigen 65’000 Schweizer Franken für die Erstausgabe, wie sie auf der Crowdingplattform wemakeit.ch schreiben. Mit diesem Betrag sollen Honorare für Autorinnen und Fotografinnen, Druck- und Versandkosten sowie die Verteilung in Fanzonen und Bars während der EM gedeckt werden. Bei Erreichen eines Zusatzziels von 80’000 Franken ist der Ausbau der digitalen Präsenz geplant.
Als Hauptmotivation für das Projekt nennen die Gründerinnen die bislang unzureichende mediale Aufmerksamkeit für den Schweizer Frauenfussball. «Es ist Zeit, dass der Schweizer Frauenfussball die Aufmerksamkeit erhält, die er verdient», heisst es in der Projektbeschreibung. Die Macherinnen möchten mit dem Magazin «etwas verändern» und «gegen die Mauern in den Köpfen treten».
Die erste Ausgabe soll 60 Seiten umfassen und mit Reportagen, Porträts, Interviews und Kolumnen gefüllt sein. Sie soll journalistisch hochwertig sein und den Frauenfussball nicht als Randnotiz, sondern als zentrales Thema behandeln, schreiben die Initiatorinnen. Bei entsprechendem Erfolg planen sie, das Magazin zweimal jährlich zu publizieren.
Bekannte Namen aus Medien und Politik
Hinter dem Projekt stehen die ehemaligen Journalistinnen Andrea Bleicher und Sabina Sturzenegger, die zusammen mit Artdirecotrin Andrea Müller die Agentur Panda & Pinguin führen. Weiter zum Gründungsteam gehören die Fotografin und Frauenfussball-Expertin Laura Rivas Kaufmann sowie die Gestalterin Anina Weidmann. Im Editorial Board sitzen zudem die Autorin Margrit Sprecher und die grüne Nationalrätin Aline Trede.
Das Magazin wird in der Schweiz gedruckt, wobei das Papier aus der letzten verbliebenen Schweizer Papierfabrik in Baar stammt – eine bewusste Entscheidung der Redaktion für Nachhaltigkeit und lokale Produktion.