Fristlose Kündigungen

Printpark ARO - Comedia: "Widerrechtlich und skandalös".

Der Arbeitskampf zwischen der Zürcher Printpark ARO und ihren Angestellten geht in eine neue Runde. Gemäss der Mediengewerkschaft Comedia soll der Inhaber der Druckerei mehrere Angestellte fristlos entlassen haben. Diese Entlassungen, verbunden mit unhaltbaren Schuldzuweisungen, seien widerrechtlich und skandalös, schreibt Comedia in einem Communiqué vom Freitag. Der Printpark-Inhaber versuche, seine eigenen finanziellen Probleme abzuschieben und zu kaschieren. Bei der Printpark ARO in Zürich war keine Stellungnahme erhältlich.

Der Streit dauert bereits Wochen. Hintergrund sind gemäss Comedia die Entlassung des gewerkschaftlichen Vertrauensmannes, geplante massive Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen sowie ausstehende Schichtzulagen. Inzwischen sollen auch der Dezember-Lohn und der 13. Monatslohn nicht ausbezahlt worden sein.

Neue Verhandlungen gescheitert

Nach einem Streik Mitte Dezember und einer "vorsorglichen Stillegung" der Druckerei durch den Inhaber Ende Dezember wurden diese Woche Verhandlungen aufgenommen. Die Vermittlung hatte die Tamedia, Hauptauftraggeberin der Printpark ARO, übernommen. Dabei ging es um die Weiterführung des Betriebs bis Ende September 2005. Die von der Tamedia zugesicherte Garantiesummen -- etwa für Nachtzuschläge oder Lohnzahlungen -- habe der Druckerei-Inhaber für eigene Zwecke abzweigen wollen, kritisiert Comedia. Dann habe er fristlose Entlassungen verschickt, wegen Verweigerung der Arbeit.