Fronten verhärten sich

Drucker-GAV - Arbeitgeber werfen Gewerkschaften Verweigerungshaltung vor.

Beim Streit um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) in der grafischen Industrie verhärten sich die Fronten zusehends. Die Arbeitgeber werfen den Gewerkschaften Verweigerungstaktik vor. Damit werde die Branche mutwillig gefährdet.Die Gewerkschaften verweigerten systematisch die Suche nach einem wirtschaftlich tragbaren Konsens, heisst es in einer Mitteilung des Schweizerischen Verbands für visuelle Kommunikation (Viscom) vom Donnerstag.

Dabei seien die Arbeitgeber bereit, auf eine Anpassung der Mindestlöhne einzutreten und den Kündigungsschutz von Mitgliedern der Betriebskommissionen zu verbessern. Auch in der Frage der Mutterschaftsversicherung habe es einen Konsens gegeben. Die Gewerkschaften beharrten dagegen "auf horrenden Forderungen" und gefährdeten damit die gesamte schweizerische Druckindustrie. Namentlich die Rückkehr zum automatischen Teuerungsausgleich ist für die Viscom nicht verhandelbar.