Fünf Millionen an Gebührengeldern

Private TV-Sender - Erstmals Berufserfahrung der Journalisten als Kriterium.

Die privaten Regionalsender erhalten für das laufende Jahr fünf Millionen Franken aus den Empfangsgebühren. Erstmals wird bei der Verteilung der Beiträge neben den Finanzzahlen der TV-Stationen auch die Berufserfahrung der Journalisten berücksichtigt, wie das BAKOM am Donnerstag mitteilte.

Die neue Regelung wurde vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) im Einklang mit dem Verband der Schweizer Privatfernsehstationen Telesusisse beschlossen. Sie geht davon aus, dass gut ausgebildete Medienschaffende prinzipiell für ein professionelles Programm bürgen. 20 Prozent der verfügbaren Mittel werden vom BAKOM je nach Berufserfahrung der bei den privaten TV-Stationen angestellten Journalisten verteilt. Für die restlichen 80 Prozent sind weiterhin die Finanzzahlen der TV-Stationen massgebend.

Mit fünf Millionen Franken werden im laufenden Jahr eine Million Franken weniger ausbezahlt als in den beiden Vorjahren. Damals hatte das Parlament eine vorübergehende Erhöhung der Ressourcen auf sechs Millionen Franken bewilligt. Leidtragende der Kürzungen seien vornehmlich die grössten Stationen mit hohen Betriebskosten, schreibt das BAKOM. Sie könnten die Kürzungen nur teilweise durch die Berücksichtigung des Qualitätskriteriums wettmachen.