Der Verein «Real21 – Die Welt verstehen» hat zum zehnjährigen Jubiläum fünf herausragende Reportagen mit seinem Medienpreis geehrt. Die ausgezeichneten Beiträge behandeln Entwicklungen im Sudan, in Südkorea, in der Türkei, im Jemen und in Ghana und zeigen die Bedeutung sorgfältiger Auslandsberichterstattung für das Verständnis globaler Zusammenhänge.
Sarah Fluck, Afrika-Korrespondentin von Radio SRF, erhielt den Hauptpreis für ihre Reportage «Khartum – zerstörte Lebensader des Sudan», die das Leben in Kriegszeiten in Khartum eindrücklich schildert. Den zweiten Preis gewann Manuela Enggist für ihren Beitrag «Viermal Nein» über Frauen in Südkorea, die beschlossen haben, ohne Männer zu leben. Den dritten Preis erhielt Klaus Petrus für seine im Beobachter erschienene Analyse «Der bittere Nachgeschmack der Cashews». Anerkennungspreise gingen an Helene Aecherli für eine Reportage über Sanaa im Jemen und Marianne Kägi für einen Beitrag über die Jeans-Produktion in der Türkei.
Die Auswahl erfolgte laut einer Mitteilung aus 50 Einreichungen aus verschiedenen Medienformaten. Die Jury betonte die Bandbreite und Tiefe der Themen sowie die Bedeutung internationaler Reportagen für die öffentliche Meinungsbildung in der Schweiz. Der Verein Real21 fördert zudem jährlich Auslandreportagen und unterstützt seit 2015 zahlreiche journalistische Recherchen zu globalen Entwicklungen. (pd/cbe)