Fusion mit Axel Springer klappt nicht

Ringier - Ungarischer Medienrat verweigert Zustimmung.

Der ungarische Medienrat hat einer geplanten Fusion zwischen dem Axel Springer Verlag und dem Schweizer Ringier Verlag in Ungarn die Zustimmung verweigert. Wie der Rat auf seiner Web-Site mitteilt, hatte er zuvor den Einfluss beider Verlage auf dem ungarischen Markt und weitere Daten analysiert. Dies schreibt L:http://www.new-business.de/medien/detail.php?nr=609808&rubric=MEDIEN&,new-business.de. Nach Aussage der Behörde würde nach den Ergebnissen der Analyse eine Fusion die Durchsetzung des Rechts auf Informationsvielfals erheblich beeinflussen. Daher habe der Medienrat als Fachbehörde die Zustimmung zur Fusion nicht erteilt.

Wie wird nun Ringier vorgehen? Hat man mit diesem Entscheid gerechnet? Auf Anfrage von "persoenlich.com" sagt Matthias Graf, Leiter Corporate Communications: "Wir nehmen die Empfehlung der ungarischen Medienbehörde zur Kenntnis. An Spekulationen werden wir uns vor einer offiziellen Entscheidung der zuständigen Kartellbehörde jedoch nicht beteiligen. Sobald das Kartellamt seine Entscheidung getroffen und begründet hat, werden wir diese intensiv prüfen und bewerten." Unabhängig davon würden sich für Ringier Axel Springer Media AG, die bereits seit Juli 2010 in Polen, der Slowkei, Tschechien und Serbien aktiv ist, keine operativen Änderungen ergeben. Sie werde ihren klaren Wachstumskurs in Richtung Digitialisierung auf Basis ihrer Kernmarken unverändert fortsetzen.

Die Vorgeschichte: Axel Springer und Ringier hatten im vergangenen Jahr ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, in dem beide Gesellschaften ihr Osteuropageschäft zusammenführten. Die Kartellbehörden in Polen, Serbien, der Slowakei, Tschechien, der Schweiz, Deutschland und Österreich haben dem Zusammenschluss bereits zugestimmt. (eh)