4500 Personen beteiligten sich an einer Umfrage des Komitees "Rettet den Bund" zur Zukunft der gefährdeten Traditionszeitung. Die Zahlen sind deutlich, schreibt das Komitee in einer Mitteilung: Nur gerade 7 Prozent sprechen sich für die Fusion der beiden Tageszeitungen "Bund" und "Berner Zeitung" BZ aus. Während 25 Prozent sich noch keine Meinung gebildet haben, sind 68 Prozent für die zweite Option, die zur Debatte steht: den "TagesBund". Diese sieht eine enge Kooperation von "Tages-Anzeiger" und "Bund" vor, ohne dass dabei die Berner Traditionszeitung bloss zu einem Kopfblatt des "Tages-Anzeigers" aus Zürich würde.
Von den 4500 Personen, die sich an der Umfrage beteiligten, sind 83 Prozent "Bund-Abonnenten. Sie beantworteten insgesamt 30 Fragen zur Zufriedenheit mit ihrem Leibblatt, über dessen Zukunft die Tamedia als Besitzerin in den nächsten Wochen entscheiden wird. Die Ergebnisse zeigen auch auf, wie stark die Berner Perspektive auf nationale Themen in den einzelnen Ressorts gewichtet wird. Für das Ressort Inland halten es 90 Prozent der Befragten für wichtig, dass die Berner Perspektive eingebracht wird. Für das Ressort Kultur sind es 84 Prozent und im Ressort Wirtschaft 57 Prozent.
Diese Ergebnisse seien ein klares Signal an die Tamedia, sagt Mark Balsiger, Koordinator des Komitees "Rettet den Bund, der zusammen mit Mathias Fürer die Umfrage ausgewertet hat. "Das Berner Publikum will auch in Zukunft zwei unabhängige Tageszeitungen. Der 'TagesBund ist allerdings nur dann glaubwürdig, wenn die Redaktion in Bern genügend Stellen erhält. Wo "Bund draufstehe, müsse auch "Bund drin sein.
Grundsätzlich wäre jeder zweite Befragte bereit, sich finanziell in einer unabhängigen Trägerschaft für den "Bund zu engagieren. Diese Erkenntnis erhielte ein neues Gewicht, wenn sich die Tamedia für die Fusion von "Bund und BZ entscheiden sollte, heisst es in einer Medienmitteilung des Komitees "Rettet den Bund.