Galvaos TV-Auftritte haben juristisches Nachspiel

TSI - Keine Arbeitsbewilligung.

Die Auftritte des brasilianischen Ex-Fussballers Mauro Galvao als Kommentator der WM-Spiele bei der TSI haben ein juristisches Nachspiel. Denn der langjährige Libero des FC Lugano hatte keine Arbeitsbewilligung. Nun droht ihm ein Einreiseverbot.

Galvao, der von 1990 bis 1996 beim FC Lugano unter Vertrag stand, besuchte im Juni Freunde im Tessin. Als die Sportredaktion des Fernsehens der italienischen Schweiz (TSI) dies vernahm, handelte sie schnell: Der 26-fache brasilianische Internationale wurde als Experte für die WM engagiert. Im Studio in Comano bei Lugano analysierte er die WM-Spiele.

Vor dem Halbfinale zwischen Frankreich und Portugal war Galvao dann aber plötzlich vom Bildschirm verschwunden. Inzwischen war bekannt geworden, dass der 45-Jährige bloss über ein Touristenvisum verfügte. Die TSI-Verantwortlichen erstatteten daraufhin bei der Polizei Selbstanzeige. Es wurde verfügt, dass Galvao ab sofort nicht mehr im Studio auftreten durfte.