Die Westschweizer Journalisten dürften ab 2014 einem neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterstehen. Die Gewerkschaft Impressum und der Westschweizer Verlegerverband Médias Suisses haben ihre Verhandlungen abgeschlossen, wie Impressum am Dienstag mitteilte. Beide Seiten müssen den Entwurf noch genehmigen. Médias Suisses hatte Ende 2012 den GAV gekündigt, insbesondere weil die Verleger keine Minimallöhne für festangestellte Journalisten mehr wollten. Der neue GAV enthält nun keine Minimallöhne mehr, legt jedoch ein Einstiegsgehalt von 5843 Franken fest, wie Impressum mitteilte.
Der Zentralvorstand von Impressum befürwortet den neuen GAV. Damit werde vermieden, dass ein vertragsloser Zustand herrsche, wie dies in der Deutschschweiz seit zehn Jahren der Fall sei. Das letzte Wort haben nun die Mitglieder der beiden Vertragspartner: Die Journalisten entscheiden an einer ausserordentlichen Versammlung am 13. Dezember, die Verleger werden sich am 9. Dezember treffen. Sowohl Médias Suisses als auch Impressum gehen davon aus, dass dem GAV-Entwurf zugestimmt wird. Die Verhandlungen, die als "lang und schwierig" bezeichnet wurden, hatten im Frühling begonnen.
Der neue GAV sieht vor, dass der Lohn jeweils nach Gesprächen bestimmt wird, die mindestens alle zwei Jahre durchgeführt werden müssen. Neben der Anzahl Dienstjahre sollen auch Kriterien wie die Qualität der Arbeit und die Erfahrung berücksichtigt werden. Der GAV enthält zudem einen obligatorischen Sozialplan, wie Dominique Diserens von Impressum sagte. (sda)
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