Gebührenplafonierung zeitigt negative Folgen

Cablecom - Gewisse Investitionen zurückgestellt.

Nach dem Nein des Preisüberwachers zu starken Gebührenerhöhungen bei Cablecom wird der grösste Schweizer Kabelnetzbetreiber gewisse Investionen vorläufig nicht tätigen. "Beispielsweise wird es Netze geben, die wir auf absehbare Zeit nicht internetfähig machen können, weil uns einfach das Geld dazu fehlt, sagte Cablecom-Chef Rudolf Fischer in einem Interview mit der Berner Zeitung.

Der neue Preisüberwacher Rudolf Strahm hatte Cablecom dazu gebracht, von der geplanten Gebührenerhöhung von 28 Prozent abzusehen. Damit bleiben die Gebühren von Fr. 19.50 für den Fernseh- und Radioanschluss der gut 1.5 Millionen Cablecom-Abonnenten unverändert. 2006 kann der Basispreis um Fr. 1.50 auf maximal 21 Franken pro Monat angehoben werden. Cablecom habe den Preisüberwacher klar auf die Konsequenzen hingewiesen. "Nun müssen wir voraussichtlich für die kommenden zwei Jahre mit diesen Voraussetzungen leben", sagte Fischer.

Der Cablecom-Chef verwies gleichzeitig auf einige Neuerungen. So soll die digitale Produktpalette im kommenden Jahr stark ausgebaut werden; dies auch als Antwort auf den geplanten Einstieg der Swisscom ins TV-Geschäft via Breitbandanschluss. "Wir werden beispielsweise alle analogen Kanäle auch digital senden", sagte Fischer. Das digitale Angebot steige damit auf 150 Kanäle.