FLSCH, eine Filiale von dadp, habe sieben Redakteure des ehemaligen französischsprachigen AP-Büros in Bern "auf brutalste Weise" auf die Strasse gestellt: Löhne werden nicht mehr bezahlt und es gäbe weder Konsultationen, vertraglich geschuldete Entschädigung, noch soziale Abfederung oder Begleitmassnahmen, wie der Schweizer Journalistenverband impressum vermeldet. FLSCH hatte AP Frankreich und AP Suisse Romande im Sommer dieses Jahres gekauft und unter dem Namen "SIPA" weiter geführt.
Seit der Kündigung machen die Journalisten ihre Rechte mit Hilfe von impressum geltend und verlangen soziale Massnahmen, so impressum. Einige Mitarbeitende haben einen vertraglichen Anspruch auf Abfindungen im Falle von wirtschaftlich bedingten Kündigungen. Bei allen Mitarbeitenden gehe der Verband von einer missbräuchlichen Kündigung aus, weil die Konsultationspflicht verletzt worden sei. Dies führe gemäss dem Schweizer Recht zu einer Entschädigungspflicht des Arbeitgebers von bis zu sechs Monatslöhnen, heisst es weiter.
Dass der Arbeitgeber die teilweise langjährigen Mitarbeitenden kommentarlos entlasse und seit einem Monat weder geschuldete Löhne bezahle noch ein Lebenszeichen mehr von sich gebe, sei "schlicht ungeheuerlich". Die Angestellten würden nun mit Hilfe von impressum gegen ihren Arbeitgeber gerichtlich vorgehen müssen. (pd)