Gérard Tschopp ist neuer Präsident

Reporter ohne Grenzen - Der frühere RSR-Direktor übernimmt von Thérèse Obrecht Hodler.

Gérard Tschopp, früherer Direktor von Radio Suisse Romande, ist neuer Präsident von Reporter ohne Grenzen (ROG) Schweiz. Er wurde an der Generalversammlung von ROG Schweiz am 12. Juni in dieses Amt gewählt und tritt die Nachfolge der zurücktretenden Präsidentin Thérèse Obrecht Hodler an. An der GV wurden auch alle bisherigen Mitglieder des Vorstands wiedergewählt, heisst es in der Mitteilung.

Gérard Tschopp, der an der Universität Genf Politische Wissenschaften studiert hat, ist seit 1977 Journalist. 1979 kam er zu Radio Suisse Romande (RSR). Von 1983 bis 1984 war er Korre­spon­dent in Washington für RSR und die Zeitung "24 Heures". 1984 wurde er Direktor der Abteilung Information bei RSR, 1999, als Nachfolger von Gérald Sapey, RSR-Direktor. Von 2010 bis 2012 war er Mitglied der SRG-Generaldirektion und Leiter Strategische Programmkoordination SRG.

Seit 2012 arbeitet Gérard Tschopp als unabhängiger Medienberater, unter anderem für Radiotelevisione svizzera (RSI) und für die "Fondation Hirondelle“, ausserdem ist er Ombuds­mann für das Personal der European Broadcasting Union (EBU).

Im Bewusstsein, dass die Angriffe auf die Informations- und Pressefreiheit weltweit – auch in der Schweiz – zunehmen, wolle Gérard Tschopp ROG Schweiz weiterentwickeln und dabei den von seiner Vorgängerin, Thérèse Obrecht Hodler, eingeschlagenen Weg weiterverfolgen, heisst es weiter. Die Suche nach neuen ROG-Mitgliedern in allen Landesregionen und die Konsolidierung der Finanzen von ROG Schweiz seien ihm dabei wichtige Anliegen. (pd)