Getrübte Spendenfreude bei Benefiz-Galas

SF DRS - Zahlungswillige Zuschauer verärgert.

Das Schweizer Fernsehen hat bei den letzten zwei grossen Spendengalas zahlungswillige Zuschauer verärgert. Dies schreibt das Schweizer Fernseh-Magazin TV-Star in seiner neusten Ausgabe. Wegen der Netzüberlastung konnten diese ihre Geldspenden nicht anmelden.

Die Worte von TV-Chefredaktor Ueli Haldimann sind klar und deutlich. "Das darf nicht wieder passieren2, schreibt er an die Adresse der TV-Mitarbeiter. Haldimann zieht darin die Bilanz der "Quer"-Benefizsendung für die Unwetter-geschädigten in der Schweiz und schreibt unter anderem:

"Im Verlauf des Abends kamen 1.2 Millionen Franken an Spenden für die Glückskette zusammen. Es wären noch wesentlich mehr gewesen, wenn wir in der Lage gewesen wären, alle Spendenanrufe entgegenzunehmen. Leider hat -- wie schon beim Tsunami -- der Überlauf der Anrufe, die in Zürich nicht verarbeitet werden konnten, auf ein Callcenter der Swisscom in Olten nicht geklappt."

Sind da etwa im Januar und Ende August mögliche Spendengelder für die Glückskette den Leutschenbach runtergeflossen? Ueli Haldimann zu TV-Star: "Wenn jemand telefonisch nicht durchkommt, heisst dies nicht, dass das Spendengeld verloren ist. Erfahrungswerte zeigen, dass die Zuschauer trotzdem einen Einzahlungsschein bei der Post holen oder via Internet einzahlen."

Aber der Frust bei den TV-Zuschauern ist gross, wenn diese ihre Spende gerne der Prominenz am Telefon persönlich durchgeben möchten, sich die Finger wund wählen und dann stets nur das Besetztzeichen hören. TV-Chefredaktor Ueli Haldimann will der Sache nun auf den Grund gehen. "Ich habe fernsehintern einen Bericht in Auftrag gegeben und warte noch auf das Resultat. Wir wollen wissen, wo die technischen Probleme lagen", sagt er zu TV-Star.