Gewerkschaften erwarten Förderung von Qualitätsjournalismus

"Schälli"-Nachfolge - Stellungnahme von SVJ, Comedia und SSM.

Die Mediengewerkschaften reagieren abwartend auf die Wahl von Ingrid Deltenre zur neuen Direktorin von SF DRS. Sie appellieren an sie, sich für einen weiterhin qualitativ hochstehenden Jorunalismus einzusetzen.

Die Informationssendungen das Schweizer Fernsehens erfüllten einen Service Public, sagte Alexander Sami, Zentralsekretär des Verbands Schweizer Journalistinnen und Journalisten (SVJ). Dafür trage der Sender eine hohe Verantwortung, die neue Führung müsse dem qualitativ guten Journalismus Sorge tragen. Es sei darum bedauerlich, dass niemand aus der Branche selbst die Führung von SF DRS übernehme. Der SVJ fordert Deltenre auf, den Journalisten-Profis im Haus zu vertrauen, sie zu fördern und ihnen die nötige Freiheit zu gewähren.

Auch die Gewerkschaft Comedia hätte es gerne gesehen, wenn die neue Chefin aus dem Journalismus käme und nicht aus der Werbebranche. Künftig müsse sie den Service Public höher gewichten als die Werbung, sagte Wolf Ludwig, Comedia-Mediensprecher und Zentralsekretär für elektronische Medien. Überraschend sei ferner die geringe politische Erfahrung der neuen Chefin. Es sei aber erfreulich, dass erstmals eine Frau die Leitung des Schweizer Fernsehens übernehme, sagte Ludwig. Diese Meinung teilt auch das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM).