Der Journalistenverband impressum und die Mediengewerkschaft comedia bezeichnen den Stellenabbau beim Zürcher Verlagshaus Tamedia als "erneuten Kahlschlag im Zürcher Blätterwald". Der Abbau von 37 Stellen entspreche in etwa den bisherigen Splittredaktionen des "Tages-Anzeiger". Die Behauptung der Verlagsmanager, sie wollten damit etwas Neues aufbauen und ihre publizistischen und wirtschaftlichen Perspektiven verbessern, sei "blanker Zynismus". Publizistisch werde nur abgebaut, heisst es in der gemeinsamen Mitteilung vom Montag.
Hinter den Zahlen steckten Menschen: Journalisten und Fotografen, die nach vollem Einsatz für eine lebendige Medienvielfalt in der Region plötzlich die Kündigung erhielten. Die Gewerkschaften wollen die vom Abbau Betroffenen juristisch beraten.