Vor der Hintergrund der Krise im Anzeigenmarkt hat die Espace Media Groupe am Dienstag einen weiteren Stellenabbau angekündigt. 2002 stieg der Konzerngewinn der BZ-Herausgeberin trotz sinkendem Umsatz von 18.2 auf 22.6 Mio. Franken.
In einem schwierigen konjunkturellen Umfeld habe die Espace Media Groupe (EMG) ein "relativ erfreuliches" Ergebnis erwirtschaftet, sagte Verwaltungsratspräsident Charles von Graffenried an der Bilanzmedienkoferenz vom Dienstag in Bern. Der konsolidierte Gesamtertrag ging 2002 um 10 Prozent oder 27 Mio. Fr. auf 233 Mio. Fr. zurück. Der Rückgang verteilt sich laut Communiqué unterschiedlich über die Geschäftsbereiche. Mit einem Minus von 17 Prozent habe vor allem das Anzeigengeschäft gelitten.
Stabilisierend wirkten sich die Einnahmen aus Abonnementen und Direktverkäufen aus (-1 Prozent). Die Druckereierträge gingen um 7 Prozent, die Einahmen aus dem Radio- und TV-Geschäft um 11 Prozent zurück.
105 Vollzeitstellen abgebaut
Das der Konzerngewinn trotzdem gesteigert und die Ebit-Marge (11 Prozent) und die Cashflow-Marge (16 Prozent) auf dem Niveau von 2001 gehalten werden konnte liegt laut dem Unternehmenschef Albert P. Stäheli vor allem am rigiden Kostenmanagement: Die Kosten konnten um 10 Prozent reduziert werden, die Vollzeitstellen wurden um 105 auf 965 abgebaut. Die Produktivität steigerten laut Stäheli die 2002 abgeschlossenen Integrationsprozesse der Übernahmen aus den Vorjahren (u.a. Thuner Tagblatt, Automobil Revue).