Als vor drei Wochen bekannt wurde, dass die People-Zeitschrift "Schweizer Illustrierte" per sofort als Medienpartner bei der SF-Sendung "glanz & gloria" aussteigt, kursierte am SRF-Studio Leutschenbach schnell das Gerücht, das Promiformat stehe vor dem Aus. Einer der Gründe für die Verunsicherung im Redaktionsteam, die es schon davor gab, war TV-Chefredaktor Diego Yanez. Denn er hatte bei seinem Amtsantritt im Januar 2011 klargemacht, dass er künftig nicht auf mehr Boulevard setzen wolle, wie die Zeitung "Der Sonntag" schreibt. Zudem hat die neue Leitung in den letzten 18 Monaten beliebten Sendungen den Stecker gezogen: Das Schweizer Fernsehen verzichtete auf die Miss-Schweiz-Wahlen und nach 21 Jahren ist bald gehen auch bei "Benissimo" die Lichter aus. Sven Epineys Quiz "5 gegen 5" musste trotz eines Marktanteils von fast 30 Prozent dran glauben.
Doch "glanz & gloria" ist nicht in Gefahr. "Nicht nur das SRF ist mit der publizistischen Leistung von 'glanz & gloria' sehr zufrieden, sondern messbar auch das Fernsehpublikum", sagt Chefredaktor Yanez zum "Sonntag". Seit dem Sendestart vor sieben Jahren hat sich die Sendung weder optisch noch inhaltlich etwas verändert. Das soll so bleiben. Yanez: "Weder am Konzept noch am Sendeplatz sind Änderungen vorgesehen." ("Der Sonntag")