Der Film "Gegen die Wand" des türkischstämmigen Regisseurs Fatih Akin hat nach dem Goldenen Bären der Berlinale auch den Deutschen Filmpreis in Gold 2004 gewonnen. Der in Zürich lebende Schweizer Kameramann Rainer Klausmann erhielt für seine Kameraführung bei "Gegen die Wand" den "Filmpreis in Gold für eine hervorragende Einzelleistung".
Zu Klausmanns bisherigem Schaffen gehört die Kameraführung im deutschen Film "Das Experiment" von Oliver Hischbiegel (2001), im Schweizer Fernsehfilm "Ausgerechnet Zoé" (1994) von Markus Imboden, mit dem er auch die Kinokomödien "Katzendiebe" (1996) und "Komiker" (2000) drehte, oder in "Wachtmeister Zumbühl" von Urs Odermatt (1994).
Fünf Statuen für 'Gegen die Wand'
"Gegen die Wand", die leidenschaftliche Liebesgeschichte einer jungen Türkin mit deutschem Pass, erhielt am Freitag in Berlin fünf Lola-Statuen. Akin wurde bei der Gala zum 54. Deutschen Filmpreis im Tempodrom als bester Regisseur des Jahres ausgezeichnet, Sibel Kekilli und Biro Ünel als beste Hauptdarsteller.
Passend zur derzeit laufenden Fussball-Europameisterschaft gewann "Das Wunder von Bern" über den legendären deutschen Sieg bei der Fussball-Weltmeisterschaft 1954 in Bern neben der Lola in Silber auch die beiden Publikumspreise als "Deutscher Kinofilm des Jahres" und -- für Peter Lohmeyer -- als Schauspieler des Jahres.
Als beste Nebendarsteller gewannen Detlev Buck (in "Herr Lehmann") und Fritzi Haberlandt (in "Liegen lernen") eine Lola. Auch der Drehbuchpreis ging mit Sven Regener an den Berlin-Film "Herr Lehmann" von Leander Haussmann. Als Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film wurde der Schauspieler Mario Adorf mit dem Deutschen Filmpreis in Gold geehrt. Bester ausländischer Film wurde "Lost in Translation" von Sofia Coppola.
Grosses Fest des deutschen Filmschaffens