Grafische Industrie hat schwieriges Jahr hinter sich

Viscom - Geschäftsbericht und Branchezahlen veröffentlicht.

Aufgrund der konjunkturellen Abschwächung ging die Nachfrage für grafische Produkte im vergangenen Jahr zurück. Die starke Abhängigkeit der Druckindustrie von den Inserate-Volumina zeigt sich laut dem Unternehmerverband Viscom deutlich. Der Gesamtumsatz der Druckbranche lag im Jahr 2002 bei 6.4 Mia. Franken (- 1.5 Prozent).

Die Kapazitätsauslastung fiel 2002 von 83.3 Prozent auf 80.4 Prozent. Gleichwohl investierte die Branche 530 Mio. Franken in neue Technologien, was einem unveränderten Investitionsgrad von 8.3 Prozent entspricht. Der hohe Investitionsgrad ist laut Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Viscom, Ausdruck der kurzen Innovationszyklen in der Softwareentwicklung und Drucktechnik. Hohe Investitionen wurden vor allem für produktivitätssteigernde Anlagen getätigt -- ein Indiz für mittelfristige Wachstumserwartungen der Branche.

Weniger Betriebe durch Firmenfusionen

2001 wurden in der Schweiz 2634 Vorstufen-, Druck- und Weiterverarbeitungsbetriebe gezählt mit insgesamt 32'302 Beschäftigten. Im Zeitraum zwischen 1998 und 2001 ging die Zahl der Arbeitsstätten zurück um 241 (- 8.4 Prozent) und die Beschäftigtenzahl um 1407 (- 4.2 Prozent). Der prozentual stärkere Rückgang an Arbeitsstätten erklärt sich gemäss Unternehmerverband Viscom durch Zusammenlegungen von Arbeitsstätten und Firmenfusionen.

Gestiegene Produktivität durch mehr Druckerzeugnisse

In der Schweiz wird mehr gedruckt denn je. 1995 lag der jährliche Papierkonsum bei 216 Kilogramm; sechs Jahre später bereits bei 232 Kilogramm. Zusammenfassend heisst das: Weniger Beschäftigte in weniger Arbeitsstätten bedrucken heute mehr Papier als je zuvor. Geordnet nach Umsatzanteilen stellen Werbedrucksachen mit 26 Prozent und Zeitungen mit 19 Prozent die wichtigste Produktegruppe dar, gefolgt von Geschäftsdrucksachen (16 Prozent) und Zeitschriften (15 Prozent).