Gratisblätter sollen die Kosten für die Entsorgung ihrer Zeitungen übernehmen. Dies schlägt Preisüberwacher Rudolf Strahm Umweltminister Moritz Leuenberger vor. Auch Take-Aways sollen künftig für Abfälle zahlen, die ihre Kunden liegenlassen.
Im Kampf gegen liegengelassene Abfälle im öffentlichen Raum (Littering) müsse generell das Verursacherprinzip gelten, fordert Strahm im neuesten Newsletter der Preisüberwachung. Heute übernehme die öffentliche Hand zu einem guten Teil die Kosten für Littering und die "riesigen Tonnagen liegengelassener Gratiszeitungen".
Konkret fordert Strahm die Revision der Richtlinie zur verursachergerechten Finanzierung der Entsorgung von Siedlungsabfällen. Darin sei die verursachergerechte Verrechnung der Litteringkosten heute nicht festgeschrieben. Auch müsse das Verursacherprinzip im Umweltschutzgesetz als übergeordnete Leitlinie verankert werden.(sda)