Der US-Journalist Glenn Greenwald hat neue Enthüllungen über die Abhöraffäre des US-Geheimdienstes NSA angekündigt. Es gehe dabei darum auch um die Frage, welche US-Bürger zum Ziel der Überwachungen geworden sind, sagte er dem TV-Sender CNN am Mittwoch.
Einzelheiten nannte er allerdings nicht. Greenwald hatte als Journalist der Londoner Zeitung "The Guardian" weite Teile des Materials des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden veröffentlicht. Greenwald erhielt dafür gemeinsam mit anderen Kollegen den renommierten George-Polk-Preis in New York.
Ehrendoktor für Snowden
Snowden lebt derzeit im politischen Asyl in Russland. Die Philosophische Fakultät der Universität Rostock will ihm die Ehrendoktorwürde verleihen. Der Fakultätsrat habe dies mit 20 von 22 Stimmen entschieden, teilte der Dekan der Fakultät, Hans-Jürgen von Wensierski, am Mittwoch mit.
Die Enthüllungen Snowdens über die NSA-Spähaffäre und die dadurch in Gang gesetzte wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Debatte seien eine "hervorragende wissenschaftliche Leistung" im Sinne der Promotionsordnung. Der US-Bürger könne als "ein bedeutender Aufklärer des 21. Jahrhunderts und des digitalen Zeitalters gelten", erklärte Wensierski. Mit seinem Handeln habe er "zentrale Werte der Aufklärung" unter der Perspektive einer umfassenden Digitalisierung unserer Gesellschaften problematisiert. (sda)