Grossauflage dank Cash-Abonnenten

Handelszeitung - Auch Bilanz und Stocks gewinnen Leser.

Nach der Übernahme des Abonnentenstamms der mittlerweile eingestellten Wirtschaftszeitung Cash ist die Handelszeitung am Mittwoch erstmals in der neuen Grossauflage von 71'000 Exemplaren ausgeliefert worden. Laut einer Mitteilung des Jean-Frey-Verlags haben sich rund 27'000 bisherige Cash-Abonnenten entschieden, neu die Handelszeitung zu erhalten. Auch die Kioskauflage wurde um 50 Prozent auf rund 12'000 Exemplare erhöht.

Den früheren Abonnenten von Cash wurde die Möglichkeit eingeräumt, wahlweise anstelle der Handelszeitung ein Abonnement der ebenfalls unter dem Dach von Axel Springer erscheinenden Wirtschaftszeitschrift Bilanz oder des Anlegermagazins Stocks zu beziehen. Abonnenten, die nichts gegen Zusendung der Handelszeitung einzuwenden hatten, schickte der Verlag am Mittwoch die Handelszeitung zu. Ehemaligen Cash-Abonnenten, die bereits über ein Abonnement der Handelszeitung verfügten, wurde nach dem selben Vorgehen die Bilanz offeriert. Für Abonnenten, die andere Titel wünschten, (etwa die Bilanz statt die Handelszeitung) oder von Ringier in bar entschädigt werden wollten, richtete die Jean-Frey eine Hotline ein.

Insgesamt akzeptierten 34'000 der ehemals 43'000 Abonnenten von Cash die neuen Jean-Frey-Titel. "Unsere Erwartungen sind mit diesem bisherigen Resultat deutlich übertroffen worden", freut sich Ralph Büchi, CEO des Jean Frey-Verlags auf Anfrage von "persoenlich.com". Offen bleibt indessen die letztlich zentrale Frage, wie viele der Cash-Leser schliesslich auch ein Abonnement für einen der Jean-Frey-Titel beziehen werden. Büchi mag sich nicht auf eine Schätzung festlegen, wie er gegenüber "persoenlich.com" erklärt. Er verweist jedoch auf ähnliche Beispiele aus der Vergangenheit. Bei der Übernahme der Abonnenten von Meyer's durch die Schweizer Familie im Jahr 2002 lösten gut 50 Prozent ein neues Abo.