Betrachtet man die Nutzung der Kauf- und Gratis-Tageszeitungen nach den Besitzverhältnissen, zeigt sich, dass die fünf grössten Verlage in der Deutschschweiz 91 Prozent des Marktes und die vier Verlage in der Romandie 100 Prozent dieses Marktes beherrschen. Viele Titel sind in diesem Jahrzehnt verschwunden, wie es in einer der vom Bakom veröffentlichten Studien weiter heisst. Speziell bei den Kauf- Tageszeitungen mit Redaktionen, die das gesamte aktuelle Themenspektrum abdecken, konnten 2009 noch 32 gezählt werden. Im Jahr 2000 waren es noch 45 gewesen.
Die Publikums-, Finanz- und Wirtschaftspresse, die Fach- und Spezialpresse fanden im Laufe der zehn Jahre immer weniger Leser, vor allem bei den jüngeren Altersgruppen. Die Reichweite von Kauf-Tageszeitungen nimmt ebenfalls ab. Gratis-Tageszeitungen haben in der Deutschschweiz und in der französischsprachigen Schweiz aber eine grosse Verbreitung gefunden. Bei den 15- bis 29-Jährigen erreichen sie gleich viele Leserinnen und Leser wie die Kaufpresse.
Die Nutzung des Fernsehens nimmt im Zehn-Jahres-Vergleich etwas zu, während jene für das Radio eher stagniert. Dies trifft auf alle drei Sprachregionen gleichermassen zu. Bei beiden Medien nimmt die Nutzung in jüngeren Altersgruppen ab, bei älteren Altersgruppen zu. Mit 70 Prozent nutzten im Jahre 2010 rund doppelt so viele Menschen täglich das Internet als zehn Jahre zuvor. In der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen findet das Internet damit eine vergleichbare Verbreitung wie die klassischen Leitmedien, Presse, Radio und Fernsehen. (sda)