Seit bald fünf Jahren steht Bernard Maissen dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom) als Direktor vor. Er war im Juli 2020 in dieses Amt gekommen, nachdem er als Vizedirektor bereits zwei Jahre die Abteilung Medien der Behörde in Biel geleitet hatte. Zuvor führte der Bündner die Redaktionen der Schweizerischen Depeschenagentur SDA und des Rätoromanischen Radio RTR.
Im kommenden Frühjahr wird Maissen 65 und erreicht damit das Pensionsalter. Darum hat das Departement Uvek von SVP-Bundesrat Albert Rösti jüngst die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für die Spitze des Bakom eingeleitet.
Akademiker mit politischem Sensorium
Mit einem inzwischen bereits wieder depublizierten Inserat suchte das Uvek Anfang April nach Personen mit akademischem Werdegang, vertieften Kenntnissen und Erfahrungen in den Bereichen Telekommunikation und/oder Medien sowie einem ausgeprägten politischen Sensorium.
Im Departement kümmern sich eine Findungskommission sowie Generalsekretär Yves Bichsel um die Neubesetzung, wie es auf Anfrage heisst. Ernannt wird die neue Direktorin oder der neue Direktor schliesslich vom Bundesrat.
Als externer Dienstleister betreut die Firma Meister Executive Search das Auswahlverfahren. Sie sichtet die eingegangenen Bewerbungsdossiers. Die Firma stand dem Uvek bereits zur Seite bei der Neubesetzung der BAV-Spitze. Aktuell unterstützen die Meister-Headhunter das Departement bei der Suche nach neuen Chefs für Bakom und Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl).
«Wir sind recht früh dran»
Wie Uvek-Kommunikationschefin Franziska Ingold gegenüber persoenlich.com erklärt, finden aktuell bereits erste Bewerbungsgespräche statt für die Maissen-Nachfolge. «Wir sind recht früh dran», sagt Ingold weiter. «Es kann auch noch eine zweite Runde geben.»
Die Ablösung von Maissen, Jahrgang 1961, ist per Frühjahr 2026 vorgesehen. Dann wird der amtierende Direktor regulär mit 65 Jahren pensioniert. Wann genau seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger die Stelle antritt, könne man heute noch nicht sagen, weil das auch von der Verfügbarkeit der gewählten Person abhänge, so die Leiterin der Uvek-Kommunikation.
Klar ist schon heute, dass die Stellenausschreibung auf grosses Interesse stiess. Allein via Linkedin reichten 57 Personen eine Bewerbung ein, 21 davon üben heute einen Beruf auf Stufe «Director» aus. Zum Vergleich: Für den Bazl-Chefposten interessierten sich auf Linkedin gerade mal sieben Leute.