Gründer Daniel Keel gestorben

Diogenes - Leitete Verlag bis zuletzt selbst.

Daniel Keel, geboren am 10. Oktober 1930 in Einsiedeln, ist am Dienstag Morgen an seinem Wohnsitz in Zürich gestorben. 1952 gründete er den Diogenes Verlag, den er über die folgenden sechs Jahrzehnte zusammen mit seinem Geschäftspartner Rudolf C. Bettschart aktiv bis zuletzt leitete.

Zu seinem 80. Geburtstag im letzten Oktober erschien "Lustig ist das Verlegerleben. Briefe von und an Daniel Keel". Diese Briefesammlung erzählt eine sehr persönliche Verlagsgeschichte, gewährt einen eigenwilligen Einblick in den Verlegerberuf und skizziert zugleich ein Charakterbild von Daniel Keel. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zeichnete die Diogenes Verleger im Juni dieses Jahres "für ihr grosses Engagement" mit der "Friedrich Perthes Medaille" aus. Daniel Keel wurde zudem kürzlich zum "Chevalier dans l’Ordre des Arts et des Lettres" ernannt.

Diogenes ist heute nach eigenen Angaben der grösste rein belletristische Verlag Europas. In einer Gesamtauflage von fast 190 Millionen Exemplaren sind bisher über 5800 Titel erschienen.