Grünes Licht für Kapitalerhöhung

L'Agefi - Die Westschweizer Wirtschaftszeitung soll damit das digitale Angebot ausbauen.

Die Aktionäre der Westschweizer Wirtschaftszeitung "L'Agefi" haben einer Kapitalerhöhung von 1,5 Millionen Franken zugestimmt. Damit soll "L'Agefi" seine finanziellen Probleme lösen und sein digitales Angebot ausbauen können.

Die Rechnung und die Bilanz für 2014 seien ebenfalls gutgeheissen worden, berichtete "L'Agefi" am Freitag. Die Generalversammlung hatte bereits am 29. Oktober stattgefunden. Die Bedingungen und der Ausgabepreis der Aktien sollen demnächst veröffentlicht werden.

Mit den zusätzlichen Mitteln soll "L'Agefi" die Möglichkeit erhalten, sich im gesamten französischen Sprachraum weiter zu verbreiten und die Zahl der Abonnenten – sowohl der gedruckten Zeitung als auch digital – zu erhöhen. Die neue Strategie soll im Januar bekanntgegeben werden.

Mehrheitsaktionär von "L'Agefi" ist Alain Duménil. Ihm wird vorgeworfen, 54 Millionen Franken am Schweizer Fiskus vorbeigeschleust zu haben. Duménil hat dies bisher bestritten.

Am 11. März hat das Bundesgericht zwei Beschwerden von Duménil abgewiesen. 25 Millionen Franken und mehrere seiner Liegenschaften bleiben damit beschlagnahmt. 49 Prozent von "L'Agefi" gehören der Aevis-Holding, der Eigentümerin der Genolier-Privatkliniken und der Berner Luxushotelgruppe Victoria-Jungfrau Collection (VJC).