Nach dem überraschenden Abgang von Karin Müller als Chefin von Radio 24 (persoenlich.com berichtete) stellt sich die Frage nach dem Warum. Erfolgte der sofortige Abgang freiwillig? Und was genau will Müller Neues anpacken? Karin Müller selber wollte auf Anfrage von persoenlich.com keine Stellung nehmen und verwies auf Irene Frei (im Bild). Frei hatte im März bei den AZ Medien die Leitung Stäbe übernommen (persoenlich.com berichtete). Sie amtet nun interimistisch als Radio-24-Geschäftsführerin bis beim Zürcher Sender die Nachfolge geregelt ist. Die Frage nach dem Warum liess sie aber unbeantwortet - auch nach mehrfachem Nachhaken.
Frau Frei, mit Karin Müller verlässt die langjährige Geschäftsführerin und Chefredaktorin den Zürcher Sender Radio 24. Wieso kommt es zu dem Abgang?
Karin Müller hat fünfeinhalb Jahre für Radio 24 eine ausgezeichnete Arbeit geleistet. Dafür danken wir ihr. Ein solcher Wechsel nach dieser Zeitspanne ist deshalb nicht aussergewöhnlich.
Seit der Übernahme durch die AZ Medien scheint irgendwie der Wurm drin beim Zürcher Traditionssender. Woran liegts?
"Der Wurm drin?", das ist eine seltsame Formulierung für einen Sender, der im meistumkämpften Radio-Markt konstant am meisten Hörer hat und entsprechend von den Werbeauftraggebern geschätzt wird.
Es muss mit dem Arbeitsklima zusammenhängen: Aushängeschild Patrick Hässig verliess den Sender urplötzlich, obwohl kurz vorher noch ein aufwändiger TV-Spot gedreht worden war. Die Ausstrahlung wirkte peinlich. Der stellvertretende Programmchef Nicola Bomio wechselt zum SRF. Dazu kommen weitere namhafte Abgänge. Wie kommentieren Sie diese Vorgänge?
Radio 24 war schon immer eine Talentschmiede: Wechsel zu anderen Medien haben Tradition. Die zeitliche Übereinstimmung des Abgangs von Patrick Hässig mit der Produktion des TV-Spots war unglücklich.
Ist die Nachfolge von Frau Müller schon geregelt?
Nein. Die Nachfolgeregelung ist im Gang.
Wie laufen die Geschäfte derzeit?
Wir sind zufrieden: Radiohören bleibt im sich verändernden Medienkonsumverhalten konstant.Interview: Adrian Schräder (das Interview wurde schriftlich geführt)