Hälfte der Online-Redaktionen ohne Qualitätsrichtlinien

Studie - Textqualität mit grosser Bedeutung für Akzeptanz.

Die Bedeutung der Textqualität für die Akzeptanz einer Website bei den Usern wurde zwar inzwischen erkannt -- dennoch besteht Nachholbedarf hinsichtlich der Qualitätssicherungsprozesse innerhalb einer Online-Redaktion. Das Qualitätsmanagement wird in vielen Online-Redaktionen vernachlässigt. Das ist eines der Ergebnisse der Content Studie 2006/2 von aexea Integrierte Kommunikation und Contentmanager.de, die nun als Studienbericht vorliegen.

Über die Hälfte (52,2 Prozent) der Online-Redaktionen arbeiten ohne schriftlich fixierte Qualitätsrichtlinien. Damit wird auf ein wichtiges Instrument verzichtet, das eine gleichbleibend hohe Textqualität garantiert. Auch bei den Freigabeprozessen innerhalb der Online-Redaktionen besteht noch viel Raum zur Optimierung: 25,6 Prozent der Online-Redakteure geben ihren Artikel selbständig frei, ohne einen weiteren Kollegen oder den Chefredakteur zu Rate zu ziehen.

Überraschend ist das Ergebnis, wonach nur in 42,5 Prozent der Unternehmen bzw. Online-Redaktionen die Verwendung von alter und neuer Rechtschreibung verbindlich geregelt ist. Noch erstaunlicher, dass 57,9 Prozent der Befragten kein Hilfsmittel zur Umsetzung der neuen Rechtschreibung zur Verfügung steht. 285 Web-Verantwortliche bezogen im Rahmen der Studie Stellung.

Startschuss zur Content Studie 2007/1 ist gefallen.

Die Befragung für die Content Studie 2007/1 hat bereits begonnen. Neben allgemeinen Fragen zur redaktionellen Arbeit widmet sich die aktuelle Content Studie dem Sonderthema Webstatistik. Ausserdem wird dem Berufsbild "Online-Redaktor" auf den Zahn gefühlt. Die Auswertung soll das "verborgene" Arbeiten von Online-Redaktionen ans Tageslicht bringen, so dass ein Benchmarking der eigenen Redaktion möglich wird.