Handy-TV-Netz soll wie geplant aufgebaut

Swisscom - Sunrise und Orange sind abgesprungen.

Die Swisscom hält trotz des Rückzugs von Sunrise und Orange an ihrem Plan fest, das Handy-TV-Netz aufzubauen. Sie ist nämlich nach wie vor davon überzeugt, dass mobiles Fernsehen in digitaler Qualität einem wachsenden Kundenbedürfnis entspricht. Aus diesem Grund arbeitet Swisscom Broadcast derzeit mit Hochdruck am Aufbau des neuen Sendernetzes und sieht Investitionen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags vor. Das teilte der Telekomkonzern am Mittwoch mit.

Das Ziel bleibt, bis zur Fussball-Europameisterschaft im Juni mindestens 44 Prozent der Bevölkerung der Schweiz den Zugang zu Handy-TV zu ermöglichen. Für diese erste Phase liegt die Priorität der Netzplanung vor allem auf der Versorgung der EM-Austragungsstädte Bern, Basel, Zürich und Genf, um dort Handy-TV pünktlich zusammen mit der Fussball-Europameisterschaft 2008 lancieren zu können. Für die erste Ausbaustufe sind rund 26 Sender an bestehenden Antennenstandorten nötig.

Ende September 2007 hat die ComCom in einem Kriterienwettbewerb die vorläufig einzige landesweite Konzession für Handy-TV (DVB-H) an Swisscom vergeben. Swisscom, Sunrise und Orange testeten die neue Technologie in einem Pilotprojekt Ende 2006. In der Folge wurde ein Kooperationsprojekt für die kommerzielle Einführung von Handy-TV gestartet. Kurzfristig sind die beiden Partner aus dem gemeinsamen Projekt ausgestiegen.