Der Journalistenschule MAZ droht eine Einbusse von insgesamt einer halben Million Franken. Dies berichtet das Medienmagazin gazette in seiner aktuellen Ausgabe. Zurzeit würden nämlich einzelne Kantone prüfen, das MAZ von der Liste jener Bildungsinstitute zu streichen, die mit Studiengeldern unterstützt werden. Insbesondere die grossen Kantone Zürich und Bern erwägen laut gazette die Einstellung der Zahlungen.
Tatsächlich geschehe dies nicht aufgrund der Beurteilung oder gar wegen der Qualität der Journalistenschule, sondern weil sich die Schweiz bildungspolitisch in einem Umbruch befindet. Seitens der Kantone wird befürchtet, dass der Anspruch von Institutionen aus dem Berufsbildungsbereich finanziell zu hoch werden wird. Solange keine interkantonale Schul-Vereinbarung auf nationaler Ebene zustanden kommt, wird sich laut gazette an dieser Einstellung der Kantone wohl kaum etwas ändern.
Um die drohende finanzielle Krise abzuwenden, müssten die einzelnen Kantone nun davon überzeugt werden, das MAZ "finanztechnisch" anzuerkennen. Für den Fall der Fälle hat sich das MAZ aber schon vorbereitet: "Wir werden den profitablen Bereich 'Kommunikation' ausbauen, prüfen die Studiengänge verdichteter zu gestalten und werden allenfalls weitere Drittmittel suchen, sagt MAZ-Direktorin Silvia Egli gegenüber gazette. Auf keinen Fall dürfe jedoch das Bildungsangebot abgebaut werden.