Harte Zeiten für Promi-Magazine

US-Zeitschriftenmarkt - Kochzeitschriften boomen.

Promi-Magazine leiden unter der einsetzenden Rezession. Die US-Verkaufszahlen von Zeitschriften im Bereich Stars und Sternchen sind laut aktuellen Erhebungen des Audit Bureau of Circulations im zweiten Halbjahr 2008 deutlich zurück gegangen. Generell blieben die Auflagenzahlen auf dem Zeitschriftenmarkt angesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen zwar zufriedenstellend, die Nachfrage nach Klatsch und Trasch an den Zeitungsständen hat aber offenbar nachgelassen. Wie die "New York Times" berichtet, sind gerade Klatsch-Magazine von den Einzelverkäufen am Kiosk abhängig und werden in der Regel seltener abonniert als andere Sachgruppen. Genau diese Spontan- und Gelegenheitskäufe haben jedoch quer durch den Markt zwischen Juli und September 2008 um elf Prozent abgenommen und das Segment entsprechend hart getroffen.

Normalerweise gelten Einzelverkäufe als wichtiger Indikator dafür, wie es um eine Zeitschrift bestellt ist und wie sehr sie den Leser anspricht. Hinzu kommt, dass an den Zeitungsständen anders als bei den meisten Abo-Vereinbarungen immer der volle Preis für jedes Heft bezahlt werden muss und das Geschäft daher bedeutenden Einfluss auf die Gesamtumsätze hat. Rückläufige Anzeigenverkäufe setzen den Magazinen zusätzlich zu. Dennoch bleibt das allgemeine Interesse der Leser insgesamt auf hohem Niveau. Die Verkaufszahlen, die das Audit Bureau auf Grundlage von 500 verschiedenen Titeln ermittelt hat, gingen nur um knapp ein Prozent zurück.

Im von Star-Magazinen überfüllten US-Markt mussten nahezu alle Titel aus dem Segment starke Rückgänge verzeichnen. "In Touch Weekly" verlor 29,3 Prozent, "Star magazine" um 10,3 und der "National Enquirer" um 11,2 Prozent. Mit nur 2,7 Prozent Auflagenrückgang stieg "OK! Weekly" beispielsweise fast noch als Gewinner in dem Bereich aus. Eine Kategorie, in der die Auflagen kräftig nach oben gingen, ist hingegen der Bereich Kochzeitschriften. Die populärsten Vertreter des Segments brachten es auf Zuwächse zwischen sieben und acht Prozent. (pte)