Nach dem bereits auf Oktober angekündigten Start von Cablecom kommt das hochaufgelöste Fernsehen (HDTV) auch bei den übrigen Kabelnetzbetreibern auf breiter Front. Eine Hemmschwelle ist jedoch die geringe Verfügbarkeit von HD-Programmen.
"Wir gehen jetzt davon aus, dass bis zum 1. Dezember 07 bis 80 Prozent der Kabelnetzunternehmen HDTV anbieten werden", sagte die Geschäftsführerin des Branchenverbandes Swisscable, Claudia Bolla-Vincenz, am Dienstag vor den Medien in Bern. Für einen weiteren Schub werde dann die Fussball-Europameisterschaft 2008 sorgen. Bislang bieten zehn regionale Kabelnetzbetreiber das hochaufgelöste Fernsehen an.
"Wir brennen darauf, HDTV anzubieten", sagte Swisscable-Präsident Hajo Leutenegger. Ab Spätsommer werde die Einführung auf breiter Front losgehen. Die schnelle Einführung von HDTV sei wichtig, damit sich die Kabelnetzbetreiber gegenüber der Swisscom-Konkurrenz Bluewin TV abgrenzen könnten, sagte Bolla-Vincenz.
Die grössten Herausforderungen seien aber das kleine Angebot von HD-Programmen und die geringe Verfügbarkeit von HDTV-fähigen Empfangsgeräten. Zu sehen seien bei den bisherigen Anbietern in der Regel die Sender "Sat.1-HD", Pro7, Anixe, Astra und Eurosport oder die britische BBC, teilte Swisscable mit. Auf den 1. Dezember will das Schweizer Fernsehen seinen hochaufgelösten Kanal "HD Suisse" lancieren.