Hildegard Schwaningers Medienschelte

NZZ und Blick - Der Jörg-Rappold-Skandal werde "totgeschwiegen".

Happige Worte der bekannten Zürcher Gesellschaftsreporterin Hildegard Schwaninger auf ihrem eigenen Blog Schwaningerpost.ch. Sie kritisiert, dass der Fall des ehemaligen Zürcher FDP-Kantonsrates und Ehren-Zunftmeister Jörg Rappold, welcher die beste Freundin der Familie um 15 Millionen Franken betrogen habe, von den Medien totgeschwiegen werde. Rappold nahm sich im Februar das Leben. Ausser dem Onlineportal insideparadeplatz.ch, dem "Tages-Anzeiger" und der NZZ mit einer kleinen Notiz, hat niemand über diesen Fall berichtet, der in Zürich Stadtgespräch war.
 
"Leben wir in Absurdistan?", fragt Schwaninger. "Die Berichterstattung zum Fall Markwalder gegen die Berichterstattung zum Fall Rappold: Verhältnisblödsinn total! Und: Warum schont man die Täter, und schützt nicht die Opfer? Keiner der Gentlemen ergreift die Partei der Witwe. Wer schützt Lulu Berner (die Betrogene), die womöglich alles verloren hat, was ihr Mann André Berner gespart hat?".
 
Schwaninger kritisiert namentlich die NZZ, die sich bei diesem Fall gemäss der Devise de mortuis nihil nisi bene "vornehm" zurückhalte, und den "Blick", der sich eine solche "Hammer-Story" entgehen lasse. Für Schwaninger stellt sich die Frage, ob diese mediale Zurückhaltung möglicherweise auf die Genderfrage oder gar den "Filz" zurückzuführen sei.
 
Rappold gehörte bis zu seinem Lebensende den besten Zürcher Kreisen an. (ma)
 
Bild: schwaningerpost.ch