Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ) hat am Montag mitgeteilt, dass Holger Steltzner nicht länger Mitherausgeber des Blatts ist. Das schreibt die «NZZ». Steltzner sei als Zuständiger für den Wirtschaftsteil 17 Jahre Teil des Herausgebergremius gewesen und arbeitete seit über 25 Jahren bei der FAZ, er war zuständig für den Wirtschaftsteil. Als Grund habe die FAZ genannt, die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit sei nicht mehr gegeben gewesen.
Andere Journalisten diskutieren auf Twitter über den Entscheid der FAZ, Steltzner aus dem Gremium zu entlassen, und wer die Nachfolge sein soll.
Bei der FAZ Kurswechsel - Holger Steltzner muss gehen. Kritik an Berlin nicht mehr so erwünscht. https://t.co/BRa6wBhNpi
— Roland Tichy (@RolandTichy) 18. März 2019
Historisch: Heute die kürzeste Herausgeber-Zeile der #FAZ @faznet jemals. Holger #Steltzner (Wirtschaft, Sport) ist schon getilgt, mangels Vertrauen. Glücklich wären viele, wenn nun erstmals eine Frau aufrückte, eine fachlich und menschlich starke: @HGoebel. pic.twitter.com/M1Zb46WyT9
— Wulf Schmiese (@wulfschmiese) 19. März 2019
Es soll laut dem Handelsblatt erst die dritte Entlassung eines Hersuagebers gewesen sein. Bereits 2001 sei es zu einem ähnlichen Fall gekommen: Ex-Herausgeber Hugo Müller-Vogg sei aufgrund einer zerstörten vertrauensbasis entlassen worden. Er selbst kenne den Grund für die Entlassung nicht, schreibt er auf Twitter und schreibt auf seinem Account nun auch über Holger Stelzner.
Das wäre ja mal ganz was Neues, dass die @faznet den wahren Grund nennt, wenn sie einen Herausgeber feuert. https://t.co/zACJapaSkx
— Dr. Hugo Müller-Vogg (@HugoMuellerVogg) 18. März 2019
Die FAZ werde als einzige Zeitung Deutschlands nicht von einem Chefredakteur sondern von einem Gremium herausgegeben, schreibt das Handelsblatt. Laut der NZZ sichere das journalistische Freiheiten, nicht aber betriebswirtschaftliches Handeln. Die Nachfolge für Steltzner wählen die Herausgeber jeweils selbst. (log)