Walter Rüegg, der Direktor von Schweizer Radio DRS denkt laut über eine Lockerung des Radio- und Fernsehgesetzes betreffend Werbung im Onlinebereich nach. Er würde den Sender gerne auch mit Hilfe von Online-Werbung finanzieren, erklärt er im SRG-Newsletter "Inside". Der Arbus -- Vereinigung für kritische Mediennutzung kritisiert die Pläne des Radiodirektors und hält in einer Mitteilung fest: Gebühren für die SRG -- Werbung den Privaten.
An der Jahresmedienorientierung im April dieses Jahres hat Radiodirektor Walter Rüegg das Thema Gebührenerhöhung lanciert. Verschiedene Medien haben über eine mögliche Gebührenrunde bei der SRG berichtet. Arbus kann sich unter gewissen Umständen eine Gebührenerhöhung für die SRG durchaus vorstellen und hat dies auch in verschiedenen Interviews und Stellungnahmen betont.
Der Arbus steht hinter dem Ausbau der Leistungen von Schweizer Radio DRS und ist dezidiert der Meinung, dass die gebührenfinanzierte SRG auch im Onlinebereich zeitgemässe Angebote liefern muss. Anlass zur Sorge für den Arbus gibt die Aussage von Radiodirektor Rüegg dass als Teilalternative zu einer Gebührenerhöhung für SR DRS er sich vorstellen kann, dass die Einschränkungen durch das Radio- und Fernsehgesetzt im Onlinebereich gelockert würden. Er zieht darum die Möglichkeit in Betracht die Internetseiten von SR DRS als Werbeplattform zur Verfügung zu stellen um selber aktiv mehr Mittel zu beschaffen.
Der Arbus erachtet diesen Weg unabhängiger von den Gebühren zu werden als trügerisches Signal. Der Arbus hat sich immer für eine starke, glaubwürdige, unabhängige, gebührenfinanzierte und möglichst werbefreie SRG eingesetzt und sieht die Gedankenspiele von Walter Rüegg als verfehlten Weg an.