Die Schweizer Papierindustrie hat 2003 mehr Papier ausgeliefert. Der Ausstoss stieg um 0.7 Prozent. Von den insgesamt 1.82 Mio. Tonnen Papier und Karton wurden etwas mehr als zwei Drittel ins Ausland abgesetzt.
Die Exporte stiegen im vergangenen Jahr um 3.1 Prozent auf 1.26 Mio. Tonnen, wie der Verband der Schweizerischen Zellstoff-, Papier- , und Kartonindustrie (ZPK) am Freitag mitteilte. Mit Abstand grösster Abnehmer der Schweizer Produkte sind deutsche Unternehmen mit 41 Prozent der gesamten Exporte. Total lieferte die Schweiz neun von zehn Papierrollen in die EU.
Hoher Importanteil
Der in der Schweiz verkaufte Anteil der Produktion sank erneut. Nur ein Drittel des Papier- und Kartonverbrauchs in der Schweiz wird durch die 23 Betriebe der Schweizerischen Papier- und Kartonindustrie hergestellt. Der Rest der in der Schweiz verbrauchten 1.62 Mio. Tonnen Papier und Karton stammen aus dem Ausland. Von 1.06 Mio. Tonnen, die 2003 importiert wurden, kamen 35 Prozent aus Deutschland. Insgesamt 95 Prozent der Importe wurden in der EU hergestellt. Vom Papier- und Kartonverbrauch wurde ein Fünftel (0.32 Mio. Tonnen) als Zeitungsdruckpapier verwendet. Es blieb der grösste Verbrauchsposten, auch wenn gegenüber dem Vorjahr rund 30'000 Tonnen weniger verbraucht wurden.
Hoher Papierverbrauch der Schweizer
Erneut sank der Pro-Kopf-Verbrauch von Papier und Karton in der Schweiz. 2003 wurden durchschnittlich von 219 Kilogramm Papier und Karton verbraucht. 1999 waren es noch 240 Kilogramm. Doch im Vergleich mit anderen europäischen Ländern auf Basis der Zahlen aus 2002 liegt die Schweiz immer noch in der Spitzengruppe der Länder mit hohem Papierverbrauch. Unangefochten auf Platz eins steht Belgien mit 331 Kilogramm pro Kopf. Zusammen mit Deutschland belegt die Schweiz mit dem damaligen Pro-Kopf-Verbrauch von 227 Kilogramm Platz sieben.
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