Im ersten Halbjahr 57 Millionen Verlust

Gruner + Jahr - Deutscher Verlag rutscht in die roten Zahlen.

Gruner + Jahr hat im ersten Halbjahr 2009 deutlich rote Zahlen geschrieben: Der Zeitschriftenverlag weist ein Defizit von 57 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen aus. Im gleichen Abschnitt des Vorjahres hatte das Unternehmen noch ein Plus von 106 Millionen ausgewiesen. Für das Defizit sind laut dem Unternehmen ausserplanmässige Abschreibungen bei der Tiefdruck-Beteiligung Prinovis und Einmaleffekte verantwortlich.

Das um diese Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis (Operating Ebit) ist positiv, gegenüber dem Vorjahr aber ebenfalls stark gesunken: Es beträgt 55 Millionen Euro (2008: 117 Millionen). Der Umsatz ging um 10,6 Prozent auf 1,217 Milliarden Euro zurück. Wie der deutsche Branchendienst "kress.de" vermeldet, kündigt Vorstandschef Bernd Buchholz deshalb nun weitere Einschnitte an. Die bisherigen Sparmassnahmen reichten nicht aus, sagte er.

Der Grosskonzern Bertelsmann, Mehrheitsgesellschafter von Gruner + Jahr, hat bereits am Montag seine Halbjahreszahlen veröffentlicht und einen Verlust von 333 Millionen Euro ausgewiesen. Laut dem "Spiegel" soll Gruner + Jahr nun mit 200 Millionen Euro zum konzernweiten Sparprogramm von fast einer Millarde Euro beitragen.