Die IPTV-Plattform Zattoo arbeitet in der Schweiz bereits profitabel. "Für das laufende Jahr rechnen wir mit einem Umsatz von rund 1 Mio. Schweizer Franken. Im kommenden Jahr wird es massiv mehr sein", sagt CEO Beat Knecht in einem Interview mit dem Anlegermagazin "Swiss Equity". Für das ganze Unternehmen rechnet er damit, gegen 2009/10 profitabel zu sein. Mittelfristig geht er davon aus, Umsätze einfahren zu können, die im dreistelligen Millionenbereich liegen.
Insgesamt nutzen laut Angaben von Knecht derzeit bereits 1.2 Millionen Personen Zattoo. Davon rund 500'000 in der Schweiz und gegen 520'000 in Spanien. In Deutschland kommt das Internet-Fernsehen auf etwa 120'000 Personen, der Rest verteilt sich auf Dänemark, Belgien, England und Norwegen. Bis Februar 2008 will Zattoo zwei Millionen Nutzer haben. In den Sommermonaten des kommenden Jahres erwartet Knecht einen weiteren Anstieg der Nutzerzahlen auf fünf Millionen Menschen.
Zattoo lebt derzeit allein von Werbeeinnahmen. Diese werden generiert, indem während der Ladezeit, die beim Umschalten der TV-Kanäle entsteht, Werbeeinblendungen gezeigt werden. In der Schweiz, wo das IPTV jährlich rund fünf Millionen Kanalwechselslots generiert, arbeitet Zattoo mit Goldbach Media zusammen. In anderen Staaten prüft die Firma laut Knecht verschiedene Modelle: "Teils arbeiten wir mit Werbevermittlern zusammen, teils verkaufen wir die Werbeslots auch selbst."
Das Angebot von Zattoo ist derzeit noch für alle Nutzer gebührenfrei. "Später möchten wir aber einmal zusätzliche und kostenpflichtige Services einführen", so Knecht.