03.03.2013

SRF

Inbegriff des Jugend-Radios wird pensioniert

Moderator François Mürner, die prägende Stimme von DRS 3, geht nach fast 40 Jahren Schweizer Radio in Pension.

Eine Frau soll einst gesagt haben, so gut wie er klinge, könne kein Mann aussehen. Nun tritt Radiolegende François Mürner von der SRF-Bühne ab.

Seine Stimme prägte den Sender DRS 3 (heute SRF 3) von Anfang an. Mürner gehörte 1983 zu den Gründern. Schon seit 1978 hatte er die Musiksendung "Sounds!" moderiert. 1987 wechselte er zur Morgensendung «Vitamin 3» und war zwölf Jahre der Mann, mit dem die Schweiz erwachte. Heute ist er als "Stationvoice" zu hören, also als Sprecher vieler Signete für das Schweizer Radio und Fernsehen SRF.

Mit der Moderation eigener Sendungen hörte Mürner 1999 auf, um das Jugendradio Virus zu entwickeln. 2003 kehrte er als Moderationschef zurück zu DRS 3. Er erfand Radiospiele wie "Uri Schwyz und Untergang" oder "SRF 3 macht es Büro uf". Seit 2010 ist er Leiter Moderationsentwicklung von Radio SRF und arbeitete mit an der Zusammenführung von Radio und Fernsehen zur Marke SRF. Auch wenn er gegenüber der Zeitung "Der Sonntag" übers Fernsehen sagt: "Gewisse Fernsehprogramme sind flacher als die Bildschirme, auf denen sie abgespielt werden." Radio hingegen sei "die Tonspur des Lebens".

Und jetzt also: ein Stopp "aus voller Fahrt". Nach fast vierzig Jahren Schweizer Radio und drei Tage nach seinem heutigen 64. Geburtstag geht Mürner in Pension. Besser gesagt: in die Selbstständigkeit. Er habe sich "ein brandneues, gutes kleines Bijou von einem Studio" zugelegt, verrät er der Zeitung und sei ab März 2014 "punktuell" zu haben für "witzige, kreative, spannende Projekte" – mehr ist ihm zu seiner Zukunft nicht zu entlocken. (Der Sonntag)


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